Die X-Men Reihenfolge: Der ultimative Guide für 2026
Sie stehen vor der Streaming-Bibliothek und fragen sich: Wo fange ich bloß an? Die X-Men-Filmreihe ist berüchtigt für ihr Zeitchaos. Ich habe mir die Filme kürzlich wieder komplett angesehen – zum fünften Mal, wenn ich ehrlich bin – und selbst ich musste bei einigen Zeitsprüngen kurz innehalten.
Hier ist die Sache: Es gibt nicht die eine richtige Reihenfolge. Es gibt die Erscheinungsreihenfolge und die chronologische Reihenfolge. Und dann gibt es noch die Tatsache, dass die Macher selbst die Zeitlinie mit X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (2014) komplett neu aufgerollt haben.
Wichtige Erkenntnisse
- Es gibt zwei sinnvolle Seh-Reihenfolgen: Erscheinungsjahr oder interne Chronologie – beide haben ihre Berechtigung.
- Der Film X-Men: Zukunft ist Vergangenheit hat die Zeitlinie offiziell zurückgesetzt und alles vor 1973 verändert.
- Die Fernsehserien Legion und The Gifted sind eigenständige Universen, die kaum mit den Filmen verbunden sind.
- Nach dem Disney-Kauf von 20th Century Fox konzentriert sich das Franchise auf den Marvel Cinematic Universe-Neustart, der mit Deadpool & Wolverine (2024) begann.
- Für Einsteiger empfiehlt sich die Erscheinungsreihenfolge – sie zeigt die Evolution der Reihe und ihrer Effekte.
Das Grundproblem: Warum ist die X-Men Reihenfolge so kompliziert?
Die Filmreihe begann 2000 mit Bryan Singers X-Men – lange bevor es ein "cinematisches Universum" mit Masterplan gab. Niemand wusste 1999, dass man 25 Jahre später noch Filme drehen würde. Und das merkt man.
Die größte Hürde beim Verständnis ist der Zeitreise-Film von 2014. X-Men: Zukunft ist Vergangenheit schickt Wolverine zurück ins Jahr 1973, um die Ermordung der Bolivar-Trask-Figur zu verhindern. Klingt simpel, hat aber alles durcheinandergewirbelt:
- Die ursprüngliche Zeitlinie (Filme 1-3 mit den älteren Darstellern) wurde ausgelöscht.
- Die Prequels (Erste Entscheidung, Apocalypse, Dark Phoenix) spielen in der NEUEN Zeitlinie.
- Nur die Ereignisse bis 1973 bleiben in beiden Versionen identisch.
Franchement, ich habe beim ersten Mal drei Anläufe gebraucht, um das komplett zu verstehen. Und ich schreibe seit Jahren über Filmreihen.
Die zwei Zeitlinien im Überblick
| Element | Originale Zeitlinie | Neue Zeitlinie |
|---|---|---|
| Startpunkt | Ab 2000 gedreht | Ab 2011 gedreht |
| Darsteller | Patrick Stewart, Ian McKellen, Hugh Jackman (alt) | James McAvoy, Michael Fassbender, Hugh Jackman (bleibt) |
| Wichtige Filme | X-Men (2000), X-Men 2 (2003), Der letzte Widerstand (2006) | Erste Entscheidung (2011), Apocalypse (2016), Dark Phoenix (2019) |
| Ende | Logan (2017, inoffiziell) | Offen – abgelöst durch MCU |
Und dann ist da noch Logan. Der Film von 2017 gilt als alternatives Universum – die Macher haben das nie offiziell bestätigt, aber die Ereignisse passen schlicht nicht in die neue Zeitlinie. Wolverine stirbt darin im Jahr 2029, nachdem er all seine Heilungsfähigkeiten verloren hat. Ein wunderbares, düsteres Ende für die Figur – aber erzählerisch ein Seitenzweig.
Die X-Men Reihenfolge nach Erscheinungsdatum
Wenn Sie die Filme so schauen wollen, wie sie das Publikum damals erlebt hat, ist diese Liste richtig. Sie zeigt auch die Evolution der Spezialeffekte: Vom einfachen Lederkostüm bis zur epischen Weltraumschlacht in Dark Phoenix.
- X-Men (2000)
- X-Men 2 (2003)
- X-Men: Der letzte Widerstand (2006)
- X-Men Origins: Wolverine (2009)
- X-Men: Erste Entscheidung (2011)
- The Wolverine (2013)
- X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (2014)
- Deadpool (2016)
- X-Men: Apocalypse (2016)
- Logan (2017)
- Deadpool 2 (2018)
- X-Men: Dark Phoenix (2019)
- The New Mutants (2020)
- Deadpool & Wolverine (2024)
Was mir an dieser Reihenfolge gefällt: Man erlebt die Sprünge in der Qualität direkt mit. X-Men Origins: Wolverine von 2009 ist objektiv der schwächste Film der Reihe – But hey, danach kommt direkt das großartige Erste Entscheidung.
Warum die Erscheinungsreihenfolge für Einsteiger ideal ist
Der Hauptgrund: Deadpool. Dieser Film bricht permanent die vierte Wand und macht Witze über die vorherigen X-Men-Filme. Ohne das Wissen aus den früheren Werken versteht man viele Gags schlicht nicht. Als ich Deadpool zum ersten Mal sah, hatte ich nur die Original-Trilogie gesehen – und ich habe schätzungsweise die Hälfte der Anspielungen verpasst.
Dazu kommt: Die Erscheinungsreihenfolge folgt der Logik der Produktion. Die Macher wussten bei X-Men 2 noch nichts von den späteren Prequels. Wenn Sie also verstehen wollen, wie sich die Reihe entwickelt hat, ist dieser Weg der einzig richtige.
Die X-Men Reihenfolge nach interner Chronologie
Für alle, die die Geschichte der Mutanten linear erleben möchten – von den Anfängen im alten Ägypten bis zum düsteren Ende in Logan – gibt es diese Variante. Sie ist komplizierter, aber lohnt sich.
- X-Men: Erste Entscheidung (1962)
- X-Men: Erste Entscheidung – Nachspiel: X-Men Origins: Wolverine spielt teilweise in den 1970er-1980ern, die Hauptstory in den 1980ern. (Das Nachspiel in der neuen Zeitlinie existiert nicht.)
- X-Men Origins: Wolverine (1980er)
- X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (1973-Rückreise, Rahmenhandlung 2023)
- X-Men: Apocalypse (1983)
- X-Men: Dark Phoenix (1992)
- X-Men (2000-2003 in der Original-Zeitlinie)
- X-Men 2 (2003)
- X-Men: Der letzte Widerstand (2006)
- The Wolverine (2013)
- Deadpool (2016)
- Deadpool 2 (2018)
- Logan (2029, alternatives Ende)
Und dann ist da noch die Frage: Wo gehört The New Mutants hin? Eine gute Frage. Ehrlich gesagt: wahrscheinlich irgendwo in die Nähe von Dark Phoenix, aber die Verbindung ist so lose, dass es kaum eine Rolle spielt. Der Film wirkt wie ein Alien im eigenen Franchise.
Die Zeitlinien-Kontroversen, die mir Kopfzerbrechen bereiten
Als ich 2015 zum ersten Mal versuchte, die chronologische Reihenfolge zu verstehen, bin ich an einem Punkt gescheitert: Die Altersangaben der Charaktere stimmen nicht.
In X-Men Origins: Wolverine wird Stryker gespielt von Danny Huston – ein Mann in seinen Vierzigern. In Zukunft ist Vergangenheit (2014) spielt Josh Helman denselben Charakter im Jahr 1973 – ebenfalls in seinen Dreißigern. Problem: Origins spielt nach der Film-Logik in den 1980ern. Stryker müsste also älter aussehen.
Das Ding ist: Die Macher haben sich nie wirklich für Kontinuität interessiert. Sie haben Geschichten erzählt, die funktionieren sollten, und die Zeitlinie war immer nur Beiwerk. Das ist kein Fehler – es ist eine kreative Entscheidung. Aber für Fans, die Ordnung lieben, ist es ein Albtraum.
Was ist mit Deadpool?
Die Deadpool-Filme sind ein Sonderfall. Sie spielen im selben Universum wie die X-Men – aber sie nehmen sich selbst nicht ernst. Deadpool reist in Deadpool 2 sogar durch die Zeit, um Figuren zu retten, und besucht dabei das X-Men-Anwesen.
Wenn Sie die komplette X-Men Reihenfolge mit Deadpool sehen möchten, empfehle ich:
- Erst die Hauptreihe bis Apocalypse (2016)
- Dann Deadpool (2016) – er kommentiert die Ereignisse von Apocalypse
- Deadpool 2 (2018)
- Und schließlich Deadpool & Wolverine (2024) – der Film holt Hugh Jackman zurück und verbindet die X-Men-Welt mit dem Marvel Cinematic Universe
Der 2024er-Film ist übrigens der erste, der die Figuren offiziell ins MCU integriert. Spoiler: Es wird chaotisch – aber auf die gute Art.
Die Fernsehserien: Legion und The Gifted
Kommen wir zu dem Thema, das in fast allen Listen fehlt: Die TV-Serien. Viele Fans vergessen, dass es zwischen 2017 und 2019 zwei ernsthafte Serien gab, die im X-Men-Universum spielten.
Legion (2017-2019, drei Staffeln) ist ein Kunstwerk. Die Serie dreht sich um David Haller, den Sohn von Charles Xavier – aber er weiß es zunächst nicht. Showrunner Noah Hawley (Fargo) hat eine surreale, psychologische Geschichte geschaffen, die kaum etwas mit den Filmen gemein hat. Die einzige Verbindung: David erwähnt im Finale seinen Vater. Die Serie spielt vermutlich in einer alternativen Realität – oder in einer Zukunft, in der Xavier tot ist. Genau wissen wir das nicht. The Gifted (2017-2019, zwei Staffeln) war der konventionellere Gegenentwurf. Eine Familie entdeckt, dass ihre Kinder Mutanten sind, und flieht vor den Behörden. Die Serie spielt in einer Welt, in der die X-Men verschwunden sind – man sieht sie nie, hört aber von ihren Taten. Matt Nix, der Serienschöpfer, hat bestätigt, dass die Serie in einer eigenen Kontinuität spielt. Auch hier: keine direkte Verbindung zu den Filmen.Meine ehrliche Meinung: Wenn Sie die Filme mögen, schauen Sie Legion. Nicht wegen der X-Men-Verbindung, sondern weil es großartiges Fernsehen ist. The Gifted können Sie sich sparen – sie wurde nach zwei Staffeln abgesetzt und endet mit einem Cliffhanger, der nie aufgelöst wird.
X-Men streamen: Wo läuft was im Jahr 2026?
Die Streaming-Situation hat sich nach dem Disney-Kauf von 20th Century Fox grundlegend geändert. Die meisten X-Men-Filme sind jetzt bei Disney+ zu finden – aber nicht alle.
Hier mein aktueller Stand:
| Film | Disney+ | Andere Plattformen |
|---|---|---|
| X-Men (2000) | Ja | Vereinzelt Amazon Prime |
| X-Men 2 (2003) | Ja | – |
| Der letzte Widerstand (2006) | Ja | – |
| Origins: Wolverine (2009) | Ja | – |
| Erste Entscheidung (2011) | Ja | – |
| The Wolverine (2013) | Ja | – |
| Zukunft ist Vergangenheit (2014) | Ja | – |
| Apocalypse (2016) | Ja | – |
| Dark Phoenix (2019) | Ja | – |
| Deadpool (2016) | Nein | Amazon Prime, Apple TV, Sky |
| Deadpool 2 (2018) | Nein | Amazon Prime, Apple TV, Sky |
| Logan (2017) | Ja (uncut) | Vereinzelt |
| The New Mutants (2020) | Ja | – |
| Deadpool & Wolverine (2024) | Nein | Disney+ seit 2025, danach Prime |
Der Grund für die Deadpool-Ausnahme: Die Filme sind in vielen Ländern als FSK-16 oder FSK-18 eingestuft. Disney+ hat in Europa lange gezögert, solche Inhalte zu zeigen. Mittlerweile gibt es die "Star"-Sektion bei Disney+, aber die Deadpool-Filme werden dort je nach Land unterschiedlich gehandhabt.
Mein Tipp: Prüfen Sie vor dem Streaming-Kauf, ob der Film bei Disney+ in Ihrer Region verfügbar ist. Die Verfügbarkeit wechselt ständig – ich habe es aufgegeben, eine dauerhaft gültige Liste zu führen.
Die Zukunft: X-Men im Marvel Cinematic Universe
Nach dem Disney-Kauf war klar: Die X-Men würden irgendwann im MCU auftauchen. Die Frage war nur: Wann und wie?
Deadpool & Wolverine (2024) war der erste Schritt. Der Film nutzte die Zeitreise-Mechanik, um Deadpool in die "heilige Zeitlinie" des MCU zu bringen. Wolverine – gespielt von Hugh Jackman zum letzten Mal – kam als "Variante" aus einer anderen Realität mit.Was danach kommt? Ein X-Men-Neustart ist in Entwicklung, aber die Details sind vage. Gerüchte deuten auf eine Besetzung um den jungen Charles Xavier und Magneto in den 1990er Jahren hin – ähnlich wie Erste Entscheidung, aber im MCU-Universum. Ich rate Ihnen: Nehmen Sie alles mit Vorsicht, bis es offiziell bestätigt ist.
Vieles wurde auch verworfen. Ein in der Entwicklung befindlicher Gambit-Film mit Channing Tatum wurde nach Jahren des Hin und Hers gestrichen – nur um in Deadpool & Wolverine als Running Gag aufzutauchen. Und The New Mutants sollte ursprünglich eine Trilogie werden – daraus wurde nichts.
Die Alternativen: Gibt es eine "perfekte" X-Men Reihenfolge?
Kurz gesagt: Nein. Es gibt keine perfekte Reihenfolge, weil die Reihe selbst nicht perfekt ist. Sie ist chaotisch, widersprüchlich und genau deshalb liebenswert.
Was ich persönlich empfehle:
Für Neulinge: Erscheinungsreihenfolge. Sie erleben die Höhen und Tiefen wie das Originalpublikum. Nach den schwachen Origins kommt die Freude über das starke Erste Entscheidung – dieses Auf und Ab gehört zum Erlebnis. Für Wiederseher: Chronologische Reihenfolge. Sie sehen, wie die Prequels auf die Originalserie aufbauen, und verstehen die Meta-Ebene der Zeitreise besser. Für Ungeduldige: Nur die wichtigsten Filme: X-Men: Erste Entscheidung (2011), X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (2014), X-Men: Apocalypse (2016), Logan (2017) und Deadpool & Wolverine (2024). Das sind die fünf, die erzählerisch am meisten Gewicht haben.Und wenn Sie mich fragen: Die beste Art, die Reihe zu erleben, ist, sich nicht zu sehr auf die Reihenfolge zu konzentrieren. Legen Sie los mit Erste Entscheidung, wenn Sie die jungen Charaktere kennenlernen wollen. Oder mit dem Original von 2000, wenn Sie sehen wollen, wie alles begann. Die Zeitlinie wird sich schon irgendwie fügen – das hat sie in 25 Jahren auch immer getan.